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Fakultät
Prof. Dr. Milan
Höfer
AG
Molekulare Bioenergetik
Kirschallee
1 53115 Bonn Raum 119
Tel
: +49 - 228 - 73 55 45 Fax: +49 - 228 - 73 55 04
Mail:
unb121@uni-bonn.de
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Forschungsprofil
In der
Abteilung für Bioenergetik des Botanischen Institutes wird
mit physiologischen, proteinbiochemischen und
molekulargenetischen Methoden an mikrobiologischen
Fragestellungen zweier zukunftsträchtiger Themenbereiche
gearbeitet.
1. Bioenergetik
- Aufklärung von Mechanismen der Energetisierung
eukaryotischer Plasmamembranen.
Das
Forschungsobjekt sind Hefezellen, die sich als Modellsystem für
das Verständnis eukaryotischer Biologie bewährt haben.
Sie sind wie Bakterien experimentell leicht handhabbar und
genetisch manipulierbar, dennoch typisch eukaryotisch, so daß
Schlußfolgerungen, die aus dem Modell gezogen werden,
signifikante Wahrscheinlichkeiten haben, auch für höhere
Organismen zu gelten. Die experimentelle Arbeit erfolgt auf drei
Ebenen.
Physiologie
und Biochemie:
Isolierung von Plasmamembranfraktionen aus Hefen und ihre
Rekonstruktion in Proteoliposomen (Phospholipidvesikel).
Bestimmung der Aktivität der membrangebundenen H+-ATPase,
des Membranpotentials und des pH-Gradienten. Einfluß des
oxidativen Stresses (und anderer Umweltfaktoren) auf die
Funktion der Plasmamembran.
Molekulargenetik:
Identifizierung und Klonierung von Ionenkanal- und
Transportergenen der Spalthefe Schizosaccharomyces
pombe.
Funktionelle Charakterisierung der Genprodukte (Ionenkanäle,
Transporter) mittels heterologer Expression in entsprechenden
Mutantenstämmen.
Elektrophysiologie:
Messung der Plasmamembranleitfähigkeit mit Hilfe der auf
Hefe angewandten “patch clamp”-Technik. Die an
biologischen Membranen stattfindenden Energieumwandlungen
beruhen auf Ladungstranslokationen über die Membran, welche
einerseits zur Erzeugung von Membranpotentialen, andererseits
aber auch zur Depolarisation der Plasmamembran durch elektrogene
Flüsse führen.
2.
Biotechnologie - Aufklärung von Mechanismen der
mikrobiellen Kohlesolubilisierung durch Pilze.
Braunkohle
ist eine schier unerschöpfliche heimische Energiequelle,
die jedoch mit einer hohen ökologischen Brisanz behaftet
ist. Durch mikrobielle Verflüssigung der Kohle soll diese
in ein höherwertiges Produkt umgewandelt werden. Zum
Beispiel kann die verflüssigte Kohle als Kohlenstoff- und
Energiequelle für Bakterien und Pilze genutzt werden, die
aus der chemisch uneinheitlichen Kohle einen ökonomisch
interessanten Wertstoff (Polyhydroxyfettsäuren, langkettige
Alkohole) synthetisieren.
Biochemie:
Mikroorganismen produzieren eine Vielfalt von extrazellulären
Enzymen. Diese Enzyme werden mit chromatographischen Methoden
gereinigt und proteinchemisch charakterisiert.
Molekulargenetik:
Die in den Schimmelpilzen für die kohleverflüssigende
Enzyme codierenden Gene werden identifiziert und kloniert. Die
Regulation der Expression dieser Gene wird auf der mRNA-Ebene
untersucht.
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Last
update:April 2009 n.boendgen@uni-bonn.de
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